Der Raster – Monumentale Missverständnisse

Typ: Visuelle Untersuchung
Industrie
: Gestaltungskunde
Strategie: Kreativkonzept
Leistungen
: Grafikdesign, Fotografie
Ausspielung: Print, Screen

    AKT.-NR. 013/D

    Als Rohmaterial dienten Fotografien von Gebäuden.

    Fassaden wurden gespiegelt, Strukturen geschichtet und Überschüsse entfernt. Die Gebäude, die die Ausgangslage bildeten, sind als solche nicht mehr lesbar. Ein dominantes Raster wird sichtbar, übernimmt das Bildliche und kippt es ins Abstrakte.

    Durch die Symmetrie entstehen Konstruktionen, die gleichzeitig vertraut und unmöglich wirken. Architektur verwandelt sich in Masken, Maschinen, Tempel oder technische Organismen.

    Die Funktion dieser Konstruktionen bleibt unklar. Sind es Maschinen, Wolkenkratzer, Monumente oder sehr ambitionierte Büroklammern?

    Die Bilder dokumentieren nichts und erfinden nichts. Vielmehr untersuchen sie einen Zwischenzustand: den Moment, in dem ein reales Objekt durch Wiederholung, Spiegelung und Überformung beginnt, seine ursprüngliche Bedeutung zu verlieren.

    Je perfekter die Symmetrie erscheint, desto fremder wirkt das Resultat.

    stahl visualisierung
    raster visualisierung